Ein Loch ist im Eimer...

Wegschmeißen? Ignorieren und regelmäßig Wasser ausschöpfen? Nein! Ab zu den Experten von Lettman in Moers. Nach einem freundlichen Empfang und einer kurzen Begutachtung des Schadens wurde ich direkt in die heiligen Hallen der Bootsgießerei geleitet.

 Hier wurden zuerst die Enden des Risses ausgebohrt, damit dieser nicht weiter reißen kann und anschließend die Schweißpistole mit dem richtigfarbigen Material geladen. Nach einer kurzen Aufwärmphase dann rein mit der zähen Masse und abkühlen lassen. Fachmännisch mit dem Spezialhobel drüber über die Naht und Bam! nichts war mehr zu sehen von dem Riss. Die Frage ob man selbst rumprobieren sollte stellt sich für mich seit diesem Erlebnis nicht mehr - so sauber und haltbar bekommt man das niemals hin.

Der Vollständigkeit halber sei hinzugefügt: Löcher in Booten sind keine Seltenheit und der Umgang damit entsprechend divers.

Meinungen und Erfahrungen laufen hier wild durcheinander und von “kannste wegschmeißen” bis “einfach selbermachen” ist alles dabei. Beschäftigt man sich intensiver mit dem Thema, taucht schnell die Frage nach Bootsmaterial und Beschaffenheit der Schadstelle auf. Davon hängt alles ab. Wo Carbonboote noch mit Glasfasernetz und Spachtel geflickt wurden, sind wir bei den Kunststoffen auf Schweißen angewiesen. Kleinere Löcher an nicht allzu beanspruchten Stellen lassen sich so tatsächlich selber flicken. Also am besten mit einem Heißluftföhn erhitzen oder einem kleinen Brenner, Lochkanten aufweichen und mit neuem Material (Kunststoff) sauber verschmelzen.

Inzwischen ist aber auch die Materialbeschaffenheit der Kunststoffboote recht vielfältig und nicht jedes mag sich mit dem vorhandenen Flickstoff verbinden.

Und dann fällt mir noch die Geschichte meiner Frau ein, die in Slowenien ein vorne komplett aufgeplatztes Eskimo-Boot mit Plastikflaschendeckeln (die werden in Slowenien gesondert entsorgt und gesammelt) zugeschweißt hat. “Das sah nicht schön aus, hat aber noch Jahre gehalten!”

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